Konzept für das

Gemeinsame Lernen

 

 

 

Seit dem 1.8.2014 ist die Grundschule Ehrentrup auf dem Weg zum Gemeinsamen Lernen.                                                                 Mit dem  9. Schulrechtsänderungsgesetz   wird  ein Gesetz zur Umsetzung  der  UN-Behindertenrechtskonvention schrittweise realisiert.  Das   Gemeinsame  Lernen   von  Schülerinnen und Schülern mit und ohne Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung wird zum gesetzlichen Regelfall.

 

                                            

Mit Selbstverständlichkeit geschieht dies im Unterricht, so wird die soziale Kompetenz aller Kinder geschult und erweitert. Die Kinder erfahren und erleben, dass jeder von uns Stärken und Schwächen hat. Dadurch werden die Fähigkeiten zur Toleranz und Akzeptanz erworben und ausgebaut und für das Erwachsenenleben erhalten.

 

 

 

1. Rahmenbedingungen

Um allen Kindern das Gemeinsame Lernen zu ermöglichen, sind personelle, sächliche und räumliche Rahmenbedingungen erforderlich.

 

Zum Team der Grundschulpädagogen der Grundschule Ehrentrup gehört auch die Sonderpädagogin Frau Bollweg.

 

Die sächlichen Rahmenbedingungen umfassen die Ausstattung der Klassen- und Differenzierungsräume, Förder- und Differenzierungsmaterialien sowie Literatur- und Informationsmaterial.

 

Die räumlichen Rahmenbedingungen werden den entsprechenden Anforderungen angepasst, um Differen-zierungs-, Entspannungs- und Rückzugsecken zu schaffen.        

 

 

 

2. Diagnostik

Bei Auffälligkeiten in der Entwicklung bei Schulanfängern können die Eltern einen Antrag zur Eröffnung des Verfahrens zur Feststellung des sonderpädagogischen Förderbedarfs (AO-SF) stellen. Dieses geschieht bei der zuständigen Grundschule. Stichtag: 15.01. Bei Schulkindern mit dem Verdacht auf sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf erfolgt die Antragstellung in der Regel in Absprache mit der Schule.

 

 

 

3. Unterricht

„Wir lernen so viel wie möglich gemeinsam.“

 

Kinder mit und ohne sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf lernen als heterogene Gruppe in allen Unterrichtsfächern zusammen. In den Klassen mit Gemeinsamen Lernen sollte eine ausreichende Doppelbesetzung durch einen Grundschullehrer und möglichst durch einen Sonderpädagogen insbesondere in Deutsch und Mathematik gewährleistet sein.

 

Die Unterrichtspraxis im Gemeinsamen Lernen ist gekennzeichnet durch offene und individuelle Unterrichtsformen wie: Differenzierung und Freiarbeit

  • individuelle Arbeitspläne
  • Lernwerkstätten und Projektarbeit
  • Stationenlernen
  • Kooperatives Lernen

Einzel- und Kleingruppenförderung.

 

 

4. Sonderpädagogische Förderung

Kinder mit festgestelltem Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung haben Anspruch auf Aufnahme in die von der Schulaufsicht vorgeschlagene Schule, an der Gemeinsames Lernen eingerichtet ist.

 

Bei Kindern mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf wird ein individuelles Förderkonzept (Förderplan) erstellt, das mehrfach, mindestens jedoch halbjährlich überprüft und fortgeschrieben wird. An der Grundschule Ehrentrup erhalten die Kinder Arbeitspläne, in denen die Ziele für einen vorgegebenen Zeitraum angegeben sind, verbunden mit den dazugehörenden Aufgaben.

 

Alle Grundschullehrer haben die Möglichkeit, sich bei Fragen an die Sonderpädagogin zu wenden und sich beraten zu lassen. Bei Bedarf kann die Sonderpädagogin auch in der Klasse hospitieren und mit dem Kind in Einzelsituation arbeiten, um sich ein Bild zu machen und dann besser beraten zu können.

 

Bis zum Halbjahresende überprüfen die Lehrer kontinuierlich die Notwendigkeit sonderpädagogischer  Förderung.   

                   

 

5. Elternmitarbeit          

 

Im Rahmen des Gemeinsamen Lernens ist die Transparenz bei der Förderung der Kinder gegenüber den Eltern sehr wichtig. Die Beteiligung der Eltern am Förderprozess und der Aufbau eines Vertrauensverhältnisses zu allen Beteiligten bildet die Grundlage für eine erfolgreiche Förderung. Dazu finden regelmäßige Telefonate und Gespräche zwischen Elternhaus und Schule statt.